# 18
egalität ist zu schön um wahr zu sein, um egal zu sein, um gar nicht zu sein. egalität ist geradeaus nach rechts, denn links ist zu egal. politik ist schon lange keine egalität mehr. illegale ausbrüche, gefühl nach gefühl. egal. egalität? zu schön um wahr zu sein, zu schön um blau zu sein. ja, oberflächlichkeit ist bestandteil meiner texte, doch nur für menschen die zu dämlich sind um nach unten zu tauchen und die bedeutung zu suchen, nur für menschen die zu blind sind um selber zu sehen, zu lesen und zu verstehen, nur für menschen die ihre eigene stimme verloren haben und suchen. auchen und suchen, nur nicht finden. egalität? wo ist hier die egalität, die gleichberechtigung? VERDAMMT! innerer wutausbruch der eigenen egalität. nichts worauf ich hinaus will, vergelten will. satz punkt satz. UND ES HÄNGT NICHT EIN MAL ANEINANDER. was soll das? die oberflächlichkeit, zum greifen nahe, zu weit weg um zu sehen. egalität und oberflächlichkeit, kleine dünne fäden halten aneinander, lassen nicht los, lassen niemals los. da kommt die gleichgültigkeit, mit seinen scharfen klingen. schnipp schnapp. immer muss irgendwer kommen. zerstören was gebaut wurde, zerstören was aufgebaut wurde. sie legt sich nieder, schließt die augen und fängt an zu schlafen. immer muss irgendwer kommen. nur ist niemand gleichgültiger als die gleichgültigkeit.
doch, die traurige vergangenheit. sie kommt, nicht von oben nach unten, von unten nach oben. zersetzt alles in träge kühle. die eiszeit breitet sich aus, die hämische vergangenheit. sie lacht tief und finster. immer muss irgendwer kommen. die eiszeit bereitet sich vor. eine schöne palette voller egalität, oberflächlich- und gleichgültigkeit. nur die vergangenheit hat jeder vergessen.
als wenn nomen nicht schon genug schaden angerichtet hätten, kommt auf ein mal das verb und fängt an zu lieben. alles verschmilzt, nun ist vergangenheit dabei, unumgänglich, nicht vergesslich. da liebt die liebe selbst, und macht alles komplizierter als es ist. alle eifern mit, eifrig dabei sind sie zu lieben. länger und länger, stärker und stärker. süchtig von liebe, lieben. eifersucht, was für ein schlechtes wortspiel. das wort gibt den ton, und der spieler singt. leise melodien bezogen voller harmonie.
da fällt sie herab, sie eiserne lüge. aus stolz und ehre geschmiedet, voller blut und hinterlistigkeit. die lüge singt schief, zerstört die ganze harmonie
das ende macht schließlich den punkt.
